Die Idee

Unternehmen werden nicht besser, weil sie komplizierter werden.

Mit der Zeit kommt immer etwas dazu: ein Prozess, eine Regel, eine Freigabe, ein Meeting, ein Bericht, ein Tool. Selten wird genauso konsequent gefragt, was wieder weg kann.

BACK TO BASICS

Probleme verschwinden. Prozesse bleiben.

Viele Dinge in Unternehmen hatten einmal einen guten Grund. Das Problem ist nicht, dass sie eingeführt wurden. Das Problem beginnt, wenn niemand mehr prüft, ob dieser Grund noch existiert.

Wie es passiert

Komplexität entsteht meistens aus vernünftigen Entscheidungen.

Fast niemand steht morgens auf und sagt: „Heute mache ich unser Unternehmen unnötig kompliziert.“

01 Ein Fehler passiert. Eine Kontrolle kommt dazu.
02 Eine Entscheidung geht schief. Eine Freigabe wird eingeführt.
03 Ein Sonderfall tritt auf. Eine neue Regel entsteht.
04 Information fehlt. Ein neues Meeting wird angesetzt.
05 Ein System reicht nicht. Eine Excel-Liste kommt daneben.
06 Und kaum etwas davon wird später wieder abgeschafft.

Wogegen wir nicht sind

BACK TO BASICS bedeutet nicht: möglichst wenig von allem.

Nicht gegen Prozesse.
Gegen Prozesse ohne guten Grund.
Nicht gegen Regeln.
Gegen Regeln, deren Grund niemand mehr kennt.
Nicht gegen Meetings.
Gegen Meetings, die Entscheidungen ersetzen.
Nicht gegen Software.
Gegen Software für Probleme, die man besser abschaffen könnte.
Nicht gegen Wachstum.
Gegen den Glauben, dass mit dem Unternehmen auch der Bullshit wachsen muss.

Vier Prinzipien

Mehr braucht es erstaunlich oft nicht.

01

Erst fragen.

Bevor wir etwas verbessern, verstehen wir, warum es überhaupt da ist.

02

Weglassen vor verbessern.

Ein abgeschaffter Arbeitsschritt ist häufig besser als ein optimierter.

03

Einfach vor clever.

Eine Lösung, die jeder versteht, ist oft besser als eine besonders raffinierte.

04

Machen vor zerreden.

Wenn die richtige Änderung klar ist, muss daraus kein Großprojekt werden.

Woran wir glauben

Ein kleines Manifest.

Eine klare Entscheidung schlägt drei Abstimmungsrunden.
Verantwortung schlägt unnötige Freigaben.
Ein abgeschaffter Arbeitsschritt schlägt einen automatisierten Arbeitsschritt.
Ein Meeting, das nicht stattfindet, kann das produktivste Meeting der Woche sein.
Software sollte ein Problem lösen – nicht ihren eigenen Einsatz rechtfertigen.
Ein Sonderfall darf ein Sonderfall bleiben.
Wachstum muss nicht automatisch mehr Bürokratie bedeuten.
„Das haben wir schon immer so gemacht“ ist kein Argument.

Warum das wirtschaftlich relevant ist

Alles wird teurer. Unnötige Arbeit auch.

Löhne steigen. Zeit wird wertvoller. Kapazitäten sind knapp. Genau deshalb lohnt es sich, nicht nur zu fragen, wie Arbeit schneller erledigt werden kann – sondern ob sie überhaupt erledigt werden muss.

Die Frage dahinter

Ist es das wert?

Manche Komplexität ist notwendig.

Qualitätskontrolle kann sinnvoll sein. Dokumentation kann verpflichtend sein. Eine Freigabe kann ein relevantes Risiko verhindern.

Deshalb ist die Frage nicht:

„Wie schaffen wir möglichst viel ab?“

Sondern:

„Was kostet uns diese Komplexität – und welchen Wert schafft sie?“

Wenn der Wert größer ist als der Aufwand: behalten.

Wenn nicht: hinterfragen.

Muss das? Geht das einfacher?

Wenn dir dabei gerade ein Ablauf in deinem Unternehmen eingefallen ist, dann ist das wahrscheinlich ein ziemlich guter Anfang.

Der BACK TO BASICS CHECK →